Freitag

Verhaltenskodex für Blogger?

Die Nachricht ist schon etwas älter, aber immer noch brandaktuell: US-Blogger stritten vor ein paar Wochen über einen Moralkodex für das Bloggen. Anlaß "anonyme Todesdrohungen gegen eine bekannte Tech-Bloggerin". Tim O'Reilly will nun Richtlinien für zivilisierten Umgang im Web erstellen. Doch das sehen natürlich nicht alle als wirklich nützlich an.

Doch man kann natürlich hier wieder mindestens zwei Schulen unterscheiden, wie man das immer kann bei Bloggern und anderen:

Die Sozialisten und die Kapitalisten.

Für die Sozialisten ist das Bloggen Freizeitvergnügen und Selbstbestätigung. Für die Kapitalisten Mittel zum Zweck: Geld oder Ansehen verdienen, um "groß rauszukommen" oder wenigstens seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Die Sozialisten wollen keine "stinkigen" Bloggerkodizes und wollen tun und lassen was sie wollen im Internet. Das gehört schließlich Keinem und Jedem und da soll gefälligst nicht irgendeindahergelaufener Fuzzi kommen und Gesetze ausftellen wollen.

Die Kapitalisten haben etwas zu verlieren und einiges zu gewinnen. Wer Regeln und Gesetze aufstellt will Macht, die mit Regeln durchsetzbar wird. Eine geregelte Blogosphäre läßt sich leichter kontrollieren und benutzen. Und besser verkaufen. Was ja zur Zeit üppigst geschieht.

Aufhalten läßt sich diese Bestrebung zur Regelung und Kontorllierbarkeit wohl nicht. Aber noch ein Weilchen ignorieren.

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